16.07.2018 - 15:45 Uhr

freenet AG begrüßt die Ergebnisse des Mobilfunkgipfels und der BNetzA-Anhörung

Am 12. Juli 2018 fand auf Einladung von Verkehrsminister Andreas Scheuer der sogenannte Mobilfunkgipfel statt. Verwunderlich war, dass die rund 20 Millionen Mobilfunkkunden, die bei einem Diensteanbieter einen Vertrag haben, dort nicht repräsentiert wurden, da nur die Netzanbieter geladen waren. Die Ergebnisse des Gipfels begrüßt die freenet AG dennoch in den Grundzügen. Erfreulich ist, dass die Bundesnetzagentur (BNetzA) in ihrem Anhörungstermin vom 13. Juli 2018 Diensteanbieter als wichtige Akteure im Sinne eines freien Wettbewerbs im Mobilfunkmarkt anerkennt und ihren Beitrag ausdrücklich würdigt.

„Das Bekenntnis zu einer Netzausbauverpflichtung mit Augenmaß und eine Zurückhaltung bei den Kosten für die zu ersteigernden Lizenzen sind ein Grundsatz, der für die gesamte Branche eine wichtige Rahmenbedingung schafft“, sagt Christoph Vilanek, CEO der freenet AG.

Für die anstehende 5G-Frequenzvergabe ist es aus Sicht der freenet AG unbedingt notwendig, im Sinne eines diskriminierungsfreien Wettbewerbs die Diensteanbieterverpflichtung wieder zur Auflage zu machen. Damit ist gewährleistet, dass 5G nicht nur ein Standard für vermögende Nutzer wird – so wie es bei 4G (LTE) passiert ist. Das Ergebnis: Nach rund acht Jahren 4G können weniger als die Hälfte der Deutschen in diesem Netz telefonieren, da 4G-Tarife in Deutschland im Durchschnitt sehr hochpreisig sind. Laut der tefficient Studie aus dem Juli 2018 liegen wir in Deutschland daher bei der 4G-Durchdringung mit knapp über 30 Prozent hinter Rumänien – weit entfernt von Klassenprimus Taiwan mit rund 80 Prozent.

„5G ist der Mobilfunkstandard der Zukunft, doch 4G benötigen wir alle bereits heute und daher muss dieser Standard auch schnell allen Menschen in Deutschland zur Verfügung gestellt werden“, so Christoph Vilanek. „Der Mobilfunk spielt bei der Digitalisierung eine wichtige Rolle und aus diesem Grund dürfen wir es nicht zulassen, dass hier eine Zweiklassengesellschaft geschaffen wird, die zwangsläufig ‚abgehängte‘ Mobilfunknutzer hervorbringt, wenn die Diensteanbieterverpflichtung nicht kommt. So wird auch 5G weder für die Wirtschaft noch für die Privatkunden ein Erfolg“.

Entgegen anderslautenden Falschbehauptungen zahlt allein die freenet AG jährlich zwischen ein und zwei Milliarden Euro an die Netzbetreiber und beteiligt sich somit seit vielen Jahren mit ihren 12 Millionen Kunden maßgeblich am Netzausbau – sofern die Netzbetreiber dieses Geld auch dafür verwenden. Diensteanbieter tragen dazu bei, dass etablierte und zukünftige Mobilfunkstandards möglichst vielen Menschen in Deutschland zur Verfügung stehen.


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